Preisrutsch beim Einkauf von Agenturleistungen.

Das Agenturranking 2021 (Login erforderlich) des Medien-Fachportals ibusiness zeigt, dass die wirtschaftlichen Verwerfungen der Pandemie tiefe Spuren im Markt hinterlassen haben – und vermutlich weiterhin haben werden. Diejenigen, die ihre Geschäftsschwerpunkte in krisensensitiven Branchen wie stationärem Handel, Veranstaltungen oder Tourismus hatten, verloren teilweise über 50%. Kleine und mittelgroße Agenturen haben dabei weniger Grund zur Klage über den Umsatzrutsch als große.

Das könnte sich auf das Preisniveau auswirken. Ein guter Anlass, anstehende Digitalprojekte durch Projektanfragen bei den Agenturen voranzubringen – und bei den Budgetgebern im eigenen Unternehmen Entscheidungen zu treiben.

Das gesamte Feld der über 150 betrachteten Fullservice-Digitalagenturen hat beim Umsatz knapp 3% gegenüber dem Vorjahr 2019 verloren. Ein Grund für diesen Rückgang ist eine deutlich gesunkene Zahl meldender Agenturen. Die Ursachen für diese Zurückhaltung könnten in einem miserablen Geschäftsverlauf stecken, den manch ein Zuständiger nicht gern an die große Glocke hängen mag. Zum Beispiel meldete der Vorjahres-Siebte, der noch 64 Mio. Euro zum Gesamtumsatz des Agenturrankings 2020 beigetragen hatte, seine aktuellen Umsätze nicht. Im Schnitt verzeichnen die großen Häuser ein stabiles Geschäft – aber traumhafte Wachstumsschübe von 30% und mehr wie in 2019 sind 2020 ausgefallen.

Das ibusiness-Agenturranking aggregiert die reinen Digitalumsätze der Fullservice-Digitalagenturen. Berichtszeitraum ist das komplette Vorjahr.

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